Das Jesus-Grab

Originaltitel: The Lost Tomb of Jesus
Deutschland-Premiere auf ProSieben

„Größer geht’s nicht“, sagt „Titanic“-Macher James Cameron über seine neue Dokumentation „Das Jesus-Grab“. Gemeinsam mit dem Emmy-prämierten Journalisten Simcha Jacobovici und vielen namhaften Wissenschaftlern kommt er zu dem Schluss, dass es sich bei einem bereits 1980 in Jerusalem gefundenen Felsengrab mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um das Grab der Heiligen Familie handelt.

Die Geschichte der Entdeckung des Grabes Jesu begann bereits vor über einem Vierteljahrhundert. Als 1980 bei Bauarbeiten im Süden von Jerusalem eine Familiengrabstätte aus der Zeit von 30 v. Chr. bis 70 n. Chr. freigelegt wurde, war dies kein Anlass zur Aufregung. Die Grabkammer wurde von den israelischen Archäologen in aller Eile routinemäßig untersucht, die darin enthaltenen zehn Begräbnisgefäße, sog. Ossuare (Knochenkästchen), wurden wie hunderte andere in ein dafür vorgesehenes Lagerhaus der Antiquitätenbehörde IAA (Israel Antiquities Authority) verbracht. Die Grabstätte wurde zubetoniert und das Areal bebaut.

Erst die sehr viel spätere Untersuchung der kalksteinernen Ossuare brachte das Unglaubliche ans Licht: Bei der Höhle handelt es sich mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit um das Grab der Familie Jesu Christi! Schon 1996 machte die BBC-Dokumentation „The Body in Question“ auf diesen Umstand aufmerksam. Jedoch fehlten bis vor kurzem einige entscheidende Puzzle-Teile für einen überzeugenden Beleg dieser gewagten These.

Einer der Kästen trägt die aramäische Inschrift „Jesus, Sohn des Joseph“. Obwohl der Name Jesus (aram. ‚Jeshua’) zu seiner Zeit sehr häufig war, kommt diese Kombination unter den unzähligen sichergestellten Ossuaren nur noch ein einziges Mal vor. Der eigentliche Beleg für die Authentizität des Jesus-Fundes liegt jedoch in der Kombination mit den weiteren im Grab gefundenen Namen. So gibt es eine „Maria“, eine „Mariamne e Mara“ (eine weitere Namensform von Maria), einen „Yose“ (in den Evangelien erwähnter Bruder Joseph), einen „Matia“ (hebräisch für Matthäus) sowie einen „Judah, Sohn des Jesus“.

Eine von Dr. Carney Matheson (Lakehead University, Ontario) durchgeführte, aufwendige DNA-Analyse der menschlichen Überreste ergab zweifelsfrei, dass die Person in dem „Mariamne“-Ossuar nicht mütterlicherseits mit „Jesus“ verwandt war. Das heißt, dass Maria(mne) mit Jesus verheiratet gewesen sein könnte. Der Fund des Jesus-Sohns Judah legt dies nahe.

Selbst wenn man annimmt, dass die über die Inschriften identifizierten Namen allesamt zu Jesus’ Zeiten sehr häufig vorkamen, so steht die Wahrscheinlichkeit, dass es sich NICHT um die Heilige Familie handelt, nach aktuellen statistischen Berechnungen des Mathematikers Professor Andrey Feuerverger (Universität of Toronto) bei nur 1:600.

2005 machte sich der vielfach ausgezeichnete Journalist Simcha Jacobovici auf die Suche nach der unter einem Wohngebiet verschwundenen Grabstätte. In der nervenaufreibenden Dokumentation „Das Jesus-Grab“, die als internationale Koproduktion entstand, macht das interdisziplinäre Team sensationelle Entdeckungen, die unser Bild von der Heiligen Familie für immer verändern könnten.
Darsteller
Produktion
Eine Koproduktion zwischen Monaco Film Hamburg und Associated Producers Toronto
Produzent/en
Drehorte
Produktionszeit
Länge
Regie
Kamera
Redaktion
PR
Herstellungsleitung
Produktionsleitung
Buch
Produzenten
James Cameron und Simcha Jacobovici
Ausführende Produzenten Deutschland
Werner Vennewald und Thomas von Hennet
Buch und Regie
Simcha Jacobovici
Produktionsländer und - jahr
USA und Kanada 2007

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Erster Sendetermin

06.04.2007
17:30 Uhr
ProSieben